Im Jahre 2002 wurde im Stift Admont der Grundstein für eine weltweit einzigartige Sammlung gelegt, spezifisch für blinde Menschen konzipierte und auch von Sehenden wahrnehmbare Kunstwerke: Jenseits des Sehens. Freudig blicken wir auf eine mehr als 10-jährige Zusammenarbeit mit zeitgenössischen KünstlerInnen zurück. Gleichzeitig weiten wir den Blick in die Zukunft.

 

Allen JENSEITS DES SEHENS-Kunstwerken gemeinsam ist, dass ihre Wahrnehmung über das Sehen nicht im Vordergrund steht. Trotzdem haben sie auch immer eine Form – sind sie mehr oder weniger künstlerisch gestaltet. Somit sind diese Objekte, Bilder, Installationen oder multimedialen Werke auch sichtbar und haben ihre eigene, oft verblüffende Ästhetik.

 

Für gewöhnlich gilt in Museen strikt: Nicht berühren! Bei JENSEITS DES SEHENS-Kunstwerken ist das anders. Sie können mit mehreren Sinnen erlebt werden. Sie lassen sich ertasten, hören, riechen, sehen. Für blinde Menschen ergeben sich barrierefreie Zugänge zur Gegenwartskunst. Sehende wiederum erleben Kunst einmal ganz anders, ganz neu. Über diese Kunstwerke können spielerische Zugänge zu den wesentlichen Fragen des Lebens gefunden werden. Sehende können sich ein „Bild“ davon machen, wie die Welt der blinden Menschen „aussieht“.