Johannes Deutsch, Der unsichtbare Garten
Johannes Deutsch, Der unsichtbare Garten

Johannes Deutsch

 

* 1960 in Linz

Lebt und arbeitet in Wien / Lives and works in Vienna

http://www.johannes-deutsch.at/

 

 

Der unsichtbare Garten

Temporäre Installation im Garten des Stiftes Admont

MADE FOR ADMONT, eröffnet 2007

Die Tast-, Riech- und Hörinvasion von Johannes Deutsch versteht sich nicht als Garten für blinde Menschen, sondern vielmehr als Garten, in welchem blinde und sehende Menschen neue Sinneserfahrungen einbringen und in welchem sehende Menschen mit blinden Menschen in einen Erfahrungsaustausch treten können. Zu diesem Zweck verbindet sich jeder sehende Besucher vor Betreten des Gartens die Augen und nimmt die Expertenführung durch den Garten in Anspruch. Der Garten ist dem Modell der virtuellen Welt, mit seiner Interaktion und Immersion nachgebildet. Er erschließt sich erst durch das gezielte Eintauchen, durch die gezielte Navigation. Nach außen hin wird er von einer blickdichten Einfassung aus Fichten hermetisch abgeschlossen. Im Inneren begeht man einen mit verschiedenen Jungbäumen aus der Region bepflanzten Weg, der mit unterschiedlichen Belägen ausgestattet ist, und erfährt seine außervisuellen Sinne nach haptischen, olfaktorischen und akustischen Kriterien. Unsere Hände (wie auch unser Gehör und unser Geruchssinn) werden zum „Datenhandschuh“ und Navigator durch dieses ungewöhnliche Eintauchen in eine natürliche Umgebung.

 

 

The Invisible Garden

A temporary installation in the Stiftsgarten

MADE FOR ADMONT, opened 2007

The tactile, olfactory and auditory invasion by Johannes Deutsch is not a garden for blind people but rather one in which blind and sighted people can experience new sensory perceptions and where sighted and blind people can exchange experiences. For this purpose, every sighted visitor must put on a blindfold before entering the garden and being led through it under expert guidance. The garden represents a model of the virtual world, and like the virtual world, interaction and immersion in it are possible, but this only becomes apparent to the visitor when he or she is expertly immersed in and navigated through it. It is both visually and hermetically sealed from the outside world by a thicket-like hedge of pines. Within it one follows a route with different types of surfaces and planted with various young trees from the Region on which one’s non-visual senses experience it according to tactile, olfactory and auditory criteria. Our Hands (just like our senses of smell and hearing) become a “data glove“ and navigator through this unusual immersion in a natural environment.