Karl Leitgeb, Lev Termens Converter
Karl Leitgeb, Lev Termens Converter

Karl Leitgeb

 

* 1964 in St.Gilgen/Salzburg

Lebt und arbeitet in Wien

 http://www.karlleitgeb.eu/

 

"Lev Termens Converter"

MADE FOR ADMONT 2013

Das Zentrum der Arbeit von Karl Leitgeb bildet eine dunkelrote Skulptur an der Wahrnehmbarkeitsgrenze zum Schwarzen. Beruhend auf dem System des Theremins ist sie mit einem dualen Antennensystem ausgestattet. Die Oberfläche ist glatt und hat eine Temperatur von zirka 37 Grad. Die Skulptur wird weder mit künstlichem noch mit natürlichem Licht beleuchtet. Für den Sehenden ergibt sich dadurch ein schummriger, diffuser Eindruck. Erst beim Nähertreten erschließt sich die Arbeit für Sehende, Sehbeeinträchtigte und Blinde gleichermaßen: Der Block beginnt akustische Signale auszusenden und eine Wärmestrahlung ist zu spüren. Ausschließlich die Distanz der Person zur Skulptur bestimmt die Höhe und Lautstärke der Töne. Die Beleuchtung erfolgt durch Infrarot-Strahler. Als Infrarot bezeichnet man jenen Anteil des natürlichen Lichtes (Sonnenlicht), der für das Auge nicht mehr sichtbar ist, aber als Wärme wahrgenommen wird. Das Infrarot schließt sich der sichtbaren Farbskala an das Dunkelrot an. Ab dem infraroten Bereich beginnen die Lichtwellen in den Körper einzudringen. Licht überträgt sich ebenso wie Schall durch Wellen. Die unterschiedlichen Wellenlängen und Frequenzen werden durch speziell entwickelte Sinnesorgane aufgenommen. Das infrarote Licht wird nicht durch die Netzhaut des Auges, sondern durch die gesamte Hautoberfläche aufgenommen. Karl Leitgeb verbindet in dieser Arbeit wesentliche Aspekte, die die Wahrnehmung des nicht Sehenden vom Sehenden unterscheiden.