Martin Walde, ball turned bag
Martin Walde, ball turned bag

Martin Walde

 

* 1957 in Innsbruck

Lebt und arbeitet in Wien / Lives and works in Vienna

http://www.martinwalde.at/

 

 

ball turned bag, 1993

MADE FOR ADMONT 2006

Der Titel „ball turned bag“ beschreibt eine Transformation. Ein Basketball wird durch wenige Handgriffe ein Behältnis, das man öffnen und schließen kann. Es hat die funktionellen Eigenschaften einer Tasche. Eine neue Form entsteht, und gleichzeitig verändert sich auch die Funktion. Es ist also nicht nur eine Transformation sondern auch eine Transfunktion. Aus einem Basketball wird exakt ein Viertelsegment herausgeschnitten. Der Dreiviertelball rollt nun wie von selbst in eine Form, die einem Samenkorn ähnelt. Für die Installation wurden verschiedenste Labels, unterschiedliche Qualitäten von gebrauchten und neuen Basketbällen transformiert und mit Verschlüssen und Halterungen versehen. Durch Gurte, die an den Halterungen befestigt sind, können die einzelnen Objekte miteinander verbunden und zu traubenförmigen Gebilden zusammengehängt werden. Die Gebilde können im Prinzip ständig weiter produziert werden. Das heißt aber, dass zumindest eine Person vor Ort diese Objekte macht. Aus dem Verkauf kann die Produktionsstätte finanziert werden. Das Grundprinzip der Transformation ist vorgegeben, erlaubt also keine wesentliche Veränderung in der Formgebung aber Kreativität in der Produktion und den weiterführenden Spielregeln. So wurde die Produktion in den Jahren seit der erstmaligen Präsentation von den Betreuern laufend mit und weiterentwickelt, vereinfacht und verbessert. Die Besucher können die Objekte betasten, öffnen, abnehmen, sich selbst umhängen, etwas hineingeben, und gleichzeitig ist es möglich, einzelne „ball turned bags“ aus der Ausstellung zu kaufen. „ball turned bag“ kann also Vieles in Einem sein: Produktion, Ausstellung, Interaktion, Verkauf.

 

 

ball turned bag, 1993

MADE FOR ADMONT 2006

The title ‘ball turned bag’ describes a transformational process. By means of a couple of simple manipulations, a basketball can be converted into a container that can be opened and closed. It has all the functional characteristics of a container. A new form is created and, at the same time, its purpose is changed. Exactly one quarter is cut from each basketball. The resultant three-quarter basketball contorts on its own to take a shape like that of a seed. For this installation, various labels, various qualities of used and new basketballs have been transformed and fitted with closures and holders. Belts are attached to the holders to connect the objects to each other and produce structures reminiscent of a bunch of grapes. In principle, there is no limitation to the possible forms which these structures could be made to take. But this does require the presence of at least one person to make them. The production facility itself is being financed through sales of the objects. The basic transformational principle is predefined so that no significant alterations in terms of form are possible, but creativity is possible during the production process and in the interpretation of the subsequent ground rules. In the years following project inception, the supervisors have continued to participate and develop, simplify and improve the process. Visitors are free to touch, open, and remove the objects, wear them, put something in them, while each ‘ball turned bag’ can be purchased from the exhibition. ‘ball turned bag’ thus represents many things in one – production, exhibition, interaction and sales.